Rosenbauer Argus 4

Wärmebildkamera Argus 4 der Firma Rosenbauer

Seit September 2007 ist die Feuerwehr Adendorf, als erste Feuerwehr im Landkreis Lüneburg (mittlerweile gibt es zwei im Landkreis), im besitzt einer Wärmebildkamera. Finanziert wurde die Kamera durch einen Adendorfer Betrieb. Das Aufgabengebiet für eine Wärmebildkamera erstreckt sich über Personensuche, Brandnester suchen und den Gefahrguteinsatz sie ist in allen Bereichen aber nur ein Hilfsmittel um gewisse Ergebnisse schneller und Effizienter zu erreichen. So spart man bei der Personensuche in verqualmten Räumen viel Zeit da man um einiges schneller vorgehen kann

Die Technik:

Spiegelung

Eine Wärmebildkamera stellt Temperaturunterschiede auf einem Display dar, da jedes Objekt in der Regel eine leicht abweichende Wärmesignatur hat, kann man somit ein Abbild der Umgebung erkennen. Hierbei ist es aber wichtig einige Physikalische Aspekte zu kennen. Die Kamera bzw. der Sensor misst in einem Spektralbereich von 8-14µm was im mittleren Infrarot Spektrum liegt. Bei dieser Wellenlänge ist es nicht möglich durch Glas zu sehen, es ist sogar so das Glas, glatte Flächen und vor allen Metallflächen zu Spiegeln für die Infrarotstrahlung werden. So ist zu erklären dass die Person im Bild in der Autotür gespiegelt wird und die Augen auf Grund der Brille schwarz und somit kalt dargestellt werden. Wichtig ist auch noch zu wissen das nur die Oberflächentemperatur eines Objektes Bildlich dargestellt wird, somit ist es nicht möglich durch eine Wand oder ähnlichem zu schauen ob da hinter ein Feuer oder eine Person ist, dieses würde nur gehen wenn das Feuer schon so warm ist das sich die Wand mit erwärmt hat.

Die Darstellung:

Wie oben beschrieben ist die Bilddarstellung nur ein Abbild der Messwerte des Sensors welcher auf Infrarotstrahlung reagiert. Das Bild auf dem Display kann in insgesamt 13 Farbmodis dargestellt werden wobei sich nur wenige für den Einsatzfall wirklich eignen. Bei einigen Modis besteht auch die Gefahr der Fehlinterpretation da sie eine Investierung eines anderen Modus darstellen. So kann man im Graustufen-Modus einstellen das heiße Punkte weiß oder schwarz dargestellt werden. Im nachfolgenden ist mal eine Szene in den verschiedenen Modis dargestellt.

grey white hot

Grauskala (Weiß heiß)
grey scale (white hot)

grey black hot

Grauskala (Schwarz heiß)
grey scale (black hot)

heat finder red white hot

Hitze-Finder Rot (Weiß heiß)
heat finder red (white hot)

heat finder red black hot

Hitze-Finder Rot (Schwarz heiß)
heat finder red (black hot)

heat finder soft red white hot

Hitze-Finder Gelb-Rot (Weiß heiß)
heat finder soft red (white hot)

heat finder soft red black hot

Hitze-Finder Gelb-Rot (Schwarz heiß)
heat finder soft red (black hot)

heat marker red white hot

Hitze-Marker Rot
heat marker red

heat marker red black hot

Hitze-Marker Gelb-Rot
heat marker soft

half color

Halber Farbton
half color

full color 1

Voller Farbton 1
full color 1

full color 2

Voller Farbton 2
full color 2

full color 3

Voller Farbton 3
full color 3

green scale

Grünskala
green scale

Zur Erklärung des Bildes sei gesagt das es die Brennkamer einer Wärmegewöhnungsanlage darstellt in deren inneren Temperaturen an die 300°C erreicht werden. Des weiteren ist noch ein Container zu erkennen der etwas weiter hinten steht und ein weiterer der in 2ter Ebene steht und zu guter letzt noch ein alter Industrieschornstein.
Wie sie oben sehen unterscheiden sich einiges Farbmodis nicht so sehr von einander, trotzdem wird bei uns der Farbmodus "Heat-Finder Soft Red (White Hot)" standartmäßig verwendet und nur in ganz speziellen fällen auf die Modis "Full Color 2"oder "Grey Scale" umgeschaltet. Dieses ist auch daraus entstanden das man bei der Argus 4 die Umstellung nur mit einer Fernbedienung vornehmen kann, welche man im Einsatzfall doch meistens nicht mit sich rumträgt.

Die Bedienung:

Die Bedienung für den Nutzer ist recht einfach da es nur 3 Knöpfe an der Wärmebildkamera gibt. In der Mitte ist der An-/Ausschalter welcher zur Sicherheit länger gedrückt werden muss. Der Linke Knopf ist für das Bilder speichern. Dieses Feature ist aus unserer Sicht wichtig für eine Spätere Dokumentation von Einsätzen, so ist auch die Polizei an solchen Bildern von zum Beispiel Brandräumen interessiert. Die Kamera verfügt über einen internen Bildspeicher für 100 Bilder, was in der Regel für Einsätze ausreicht. Der dritte und letzte Knopf, der Rechte, schaltet einen Digitalen Zoom damit man sich Sachen genauer betrachten kann. Er funktioniert genauso wie jeder andre Digitale Zoom bei einer Digitalkamera und stellt somit nur einen Bildabschnitt größer da indem er die Pixel vergrößert.